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Wenn die Temperaturen sinken und es draussen kälter wird, dann wird es spätestens Zeit auch an den Reifenwechsel zu denken. Denn gerade im Winter kann es zu Schaden kommen, wenn man nicht die speziellen Winterreifen aufgezogen hat.

Man muss bedenken, dass Schnee und Eis eine andere Art von Reifen erforderlich machen, es als im Sommer der Fall ist. Wer nicht frühzeitig an den Reifenwechsel denkt, der gefährdet sich und andere gleichermassen im Straßenverkehr. Deshalb ist ein Reifenwechsel dringend erforderlich.

Ab wann Winterreifen wechseln?

Es gibt einige Regeln an denen man sich orientieren kann, wenn man sich fragt wann die Winterreifen aufgezogen werden sollten.

Die O- Regel

Vom ADAC wird ein Reifenwechsel nach der O- Regel empfohlen. In diesem Fall bedeutet es dass die Winterreifen im Zeitraum von Oktober bis Ostern aufziehen sollte. Also ist spätestens im Oktober an den Reifenwechsel zu denken.

Hierbei muss man aber beachten, dass auch Jahre gibt in denen es bereits im September deutlich kälter geworden ist. Sollte dies der Fall sein, muss man natürlich auch den Reifenwechsel deutlich früher durchführen. Man sollte sich an den Straßen- und Wetterverhältnissen orientieren.

Wichtig bei einem Reifenwechsel ist auch, dass man die Reifen überprüft bevor man sie aufzieht. Die Winterreifen sollten eine Profiltiefe von 4 mm aufweisen. Dabei sollte auch das Alter der Reifen überprüft werden.

Das ist an der DOT Markierung an der Reifenseite erkennbar. Hier gibt es zwei Zahlen. Die erste gibt die Kalenderwoche an und die zweite bezieht sich auf das Reifenjahr. Ein Winterreifen darf nicht älter als 6-8 Jahre sein.Danach härtet sich die Gummimischung aus und die Sicherheit auf der Straße kann nicht mehr gewährleistet werden.

Kann ich die Winterreifen selber wechseln?

Sicherlich ist es möglich, dass man sich die Winterreifen in einer Werkstatt aufziehen lässt. Hierbei muss man aber bedenken, dass dies natürlich dann auch mit den entsprechenden Kosten verbunden sein wird. Jeder ist in der Lage Reifen auf ein Fahrzeug aufzuziehen, wenn er die entsprechende Anleitung besitzt.

Beim ersten Mal wird der Reifenwechsel sicherlich etwas Zeit erfordern, da einem noch die notwendigen Kenntnisse und die Übung fehlen, doch es wird von Mal zu Mal leichter werden. Zudem ist es auch kostengünstiger den Reifenwechsel selbst durchzuführen.

Anleitung

Wenn man einen Reifenwechsel durchfühen möche, dann ist es im Vorfeld ganz wichtig einige Sicherheitsmassnahmen zu ergreifen. Zunächst sollte man darauf achten dass man die Handbremse anzieht und auch den ersten Gang einlegt. Dies verhindert ein Wegrollen des Fahrzeuges.

Ebenso wichtig ist, seinen Wagen auf einem ebenen, geraden Untergrund abzustellen, damit der Wagenheber auch echten Halt bekommt. Würde man einen unebenenen oder gar sandigen Boden verwenden so könnte der Wagenheber während des Reifenwechsels abrutschen und Verletzungen verursachen.

Der eigentlich erste Schritt ist es dann, dass man die Schrauben bereits leicht anlöst. Dabei wählt man ein Verfahren, welches ein Arbeiten über Kreuz vorsieht. Man nimmt den Radschlüssel zur Hand und löst zunächst die erste Schraube. Dann nimmt man die gegenüberliegende Schraube und fährt mit diesem Schema dann fort.

Erst jetzt kommt der Wagenheber zum Einsatz. Dabei ist es von besonderer Wichtigkeit darauf zu achten, dass das Wagenhebermodell auch tatsächlich für den eigenen Wagen geeignet ist. Jedes Fahrzeug besitzt zum Ansetzen sogenannte Aufnahmepunkte, welche aber je nach Modell unterschiedlich gelegen sein können.

Selbst bei der Wahl des Wagenheber kann es schon zu Unterschieden kommen. Es gibt Varianten mit einer Schiene und andere die eine Platte besitzen. Wenn man wissen möchte, welcher Wagenheber für das eigene Fahrzeug am besten geeignet ist, kann man dies im Betriebshandbuch des Fahrzeuges nachlesen.

Nun wird der Wagenheber unter dem Aufnahmepunkt platziert. Je nach Modell kann man ihn mit einer Kurbel oder einem Handrad nach oben fahren. Eine genaue Fixierung des Wagenhebers ist notwendig.

Beim Anheben ist es volkommen ausreichend, wenn man den Wagen nur so weit hochhebt, dass einem möglich wird mit der flachen Hand unter dem Rad durchzugleiten.

Jetzt ist der Zeitpunkt an dem man die Schrauben wirklich abdrehen kann. Hierfür verwendet man nun die Steckschlüsselaufsätze und wählt wieder das über Kreuz Verfahren. Sollte man keine Steckschlüsselaufsätze besitzen wird der Radschlüssel eingesetzt.

Es ist darauf zu achten, dass bei diesem Vorgang die Felgen nicht zerkratzt werden. Man sollte sich für die Schrauben direkt einen Behälter zur Seite stellen um diese dann sicher darin ablegen zu können. So verliert man sie nicht und das Gewinde kann auch nicht zerkratzt werden.

Ganz wichtig ist es nun daran zu denken, dass man erst die unteren Schrauben löst. Würde man zuerst die oberene Schrauben lösen, dann könnte es sein dass das Gewicht der Felge diese nach vorne drückt. Verletzungen oder auch Beschädigungen der Felge könnten die Folge sein. Wenn man die letzte Schraube herausdrehen möchte, ist es zu empfehlen dass man die Felge mit einer Hand festhält. So verhindert man, dass diese einem entgegen fallen kann.

Nun kann man die Felge mit beiden Händen lösen und den Reifen abnehmen. Sollte es Probleme geben, weil der Reifen zu fest sitzt kann man den Gummihammer als Hilfsmittel einsetzen. Mit diesem schlägt man zwei bis drei Mal nur leicht gegen das Rad.

Hat man den Reifen abgenommen so sollte man die Gelegenheit nutzen die Radnabe mit der Drahtbürste zu reinigen. So wird möglich gemacht, das man eine saubere Kontaktfläche erhält.
Jetzt kann man den Winterreifen auf die Radnabe aufsetzen.

Hierbei ist darauf zu achten, das die Löcher mit den Schraubeneinsätze übereinstimmen. Man beginnt die Schrauben mit dem Steckschlüsselaufsatz einzudrehen und arbeitet auch hier wieder über Kreuz. Sobald alle Schrauben angedreht worden sind, kann man die mit dem Radschlüsse handfest befestigen.

Im Anschluss kann man das Fahrzeug mit dem Wagenheber soweit hinunter lassen, das der Reifen den Boden nur geradeso berührt. Man nimmt den Drehmomentschlüssel zur Hand und zieht die Schrauben richtig fest.

Es ist möglich den richtigen Drehmoment im Handbuch des Wagens nachzulesen. Denn dieser ist auch nicht bei allen Fahrzeugen gleich. Sobald man ein Knacken hört, sind die Schrauben fest genug angezogen.

Es ist zu empfehlen, die Reifen die man abgenommen hat mit Kreide zu beschriften, damit man beim nächsten Reifenwechsel weiß wo diese zuvor platziert gewesen sind. Dabei ist es interessant zu wissen, dass es Reifen gibt welche laufrichtgebunden sind.

Dabei findet man einen Pfeil an der Seite wieder, welcher einem angibt auf welcher Seite des Wagens der Reifen eingesetzt werden muss. Ist man 50 km gefahren, solte man die Schrauben noch mal nachziehen.

Benötigtes Werkzeug

  • Wagenheber
  • Radschlüssel oder Radkreuz
  • Drehmomentschlüssel
  • Drahtbrüste
  • Steckschlüsselaufsätze
  • Gummihammer

Fazit

Gerade im Winter ist ein Reifenwechsel besonders wichtig, wenn die Witterungsverhältnisse sich ändern und das erfoderlich machen. Winterreifen haben eine höhere Profiltiefe als Sommerreifen, was auch ausgesprochen wichtig ist.

Versäumt man es einen Reifenwechsel durchzuführen kann man bei Schnee und Eis nicht nur sich selbst sondern auch andere einer extremen Gefahr aussetzen. Dabei kann man den Reifenwechsel auch durchaus selbst durchführen und ist nicht auf eine Werkstatt angewiesen.

Quellen:

Text Quelle

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